Copyright: Vaping Chrisch, www.vaping-chrisch.de Impressum Schief gewickelt? - Nicht mit mir! Troubleshooting Gute Nachricht: soooo viele Ursachen, dass ein Verdampfer nicht läuft (oder mehr läuft, als Dir lieb ist ^^), gibt es nicht. Und meist lässt sich das Problem durch kleine Maßnahmen beheben. Zunächst ist wichtig zu wissen, wie so ein Tankverdampfer aufgebaut ist – nämlich (in den meisten Fällen) nach dem Unterdruckprinzip. Das sorgt z.B. dafür, dass Liquid in der richtigen Menge zwar aus dem Tank in die Verdampferkammer gelangt, nicht aber wieder zurück in den Tank oder gar aus dem Luftloch / Drip Tip heraus laufen kann. Dass man aber gleichzeitig bzw. trotzdem von außen Luft ansaugen kann / muss, ohne am Druck etwas zu verändern oder versehentlich schluckweise Liquid in den Mund zu bekommen. Faszinierend! Solange der Unterdruck da ist, funktioniert das prima! Verliert Dein Verdampfer aber diesen oder bekommt womöglich sogar Überdruck, gibt’s eine Sauerei! Garantiert! Aber “viel hilft viel” bringt Dich in dem Falle auch nicht weiter, denn erstaunlicherweise führt ein zu hoher Unterdruck auch dazu, dass Dein Verdampfer ausläuft. Du kannst das ausprobieren, indem Du die Luftlöcher zuhältst und dann kräftig am Verdampfer ziehst, ohne zu feuern. Äh... nein... probiere das besser nicht aus ^^ Wie dem auch sei - Damit haben wir bereits die erste Ursache und ihre Wirkung entdeckt: ein Verdampfer hat ein Problem mit dem Unterdruck und die Folge ist Liquid, was unkontrolliert austritt: Der Verdampfer „sifft“  Was tun? Ganz klar: Ursachenforschung ist angesagt! Wenn der Verdampfer seinen Unterdruck verliert, muss es irgendwo eine undichte Stelle geben. Es gilt also, diese zu finden und zu beseitigen! Zunächst solltest Du sämtliche O-Ringe (Dichtungen) auf ihren korrekten Sitz (bzw. überhaupt ihr Vorhandensein ^^) kontrollieren. Meist findet sich dabei schon der „Lümmel“, der Dir diese Sauerei beschert hat. Bei der Gelegenheit kannst Du auch alle beweglichen Teile vernünftig festziehen. Denn wenn alle O-Ringe in Ordnung sind, kann es nur an diesen liegen: Bei manchen ist es die Base, bei anderen die Verdampferkammer und bei wieder anderen irgendwelche Kappen, Röhrchen oder was auch immer. Sogar der Tank selbst kann – sofern er nicht richtig auf- bzw. zusammengeschraubt ist – zu Undichtigkeiten führen. Aber es muss sich ja nicht gleich schwallweise der Tank durchs Luftloch entleeren, um Dich ahnen zu lassen, dass da etwas nicht stimmt. So ein Gurgeln (das sog. Blubbern) reicht schon! Damit sind wir beim nächsten Thema: Woher kommt es, wenns blubbert und wie lässt sich das beheben?  Es blubbert, wenn sich zu viel Liquid in der Verdampferkammer und/oder in der Luftzufuhr befindet. Als erste Maßnahme hältst Du Deine Dampfe über Kopf (Natürlich nicht über Deinen Kopf! Deine E-Zigarette soll mit dem Drip Tip nach unten zeigen ;-) ). Nun hältst Du einen Lappen / ein Taschentuch unter das Drip Tip und bläst 3-4 x kurz und kräftig von außen ins Luftloch. Damit befreist du die Luftzufuhr und die Verdampferkammer von überschüssigem Liquid und kannst „normal“ weiterdampfen. Sollte das Blubbern sehr kurzfristig erneut auftreten, stimmt etwas mit der Liquidzufuhr nicht. Meist (oder eigentlich immer... naja, fast immer) ist zu wenig Watte, Schnur, Docht, Edelstahlsieb etc. dort, wo die Liquidzufuhr zur Verdampferkammer geregelt wird. Ist dort aber alles in Ordnung, könnte es noch daran liegen, dass die Wicklung zu nahe am (oder direkt auf) dem Luftloch liegt. Wendel erwärmt Liquid, Liquid wird flüssig(er), tropft in Luftzufuhr und es blubbert. Kommt vor – wenn auch selten(er). Das Gegenteil von „zu viel Liquid“ ist - Du ahnst es schon - zu wenig Liquid! Womit wir bei einem weiteren Problem angelangt sind: Dein Verdampfer kokelt?! Du ziehst an Deiner E-Zigarette und es schmeckt ganz furchtbar! Nehmen wir an, einen ungewollt widerlichen Liquidmix kannst Du ausschließen – bleiben folgende Ursachen: - Die Werte Deines (geregelten) Akkuträgers haben sich „wie von Geisterhand“ verstellt. Schau mal nach, ob du Deine 1,4 Ohm Wicklung versehentlich mit 50 Watt befeuert hast. Dass das kokelt, ist nicht verwunderlich. - Die Wicklung passt nicht zu Deinem (mechanischen) Akkuträger. - Es ist zu viel Watte in Deinem Verdampfer. - Die Watte ist zu eng in der Wendel oder im Liquid-Zulauf. - Du hast vergessen, Liquid in den Tank zu füllen oder die Watte in der Wendel zu befeuchten (der Ordnung halber mal erwähnt *ggg*) Das Zusammenspiel von Menge und Verlegung der Watte, Widerstand der Wicklung und (eingestellter) Leistung des Akkuträgers ist ungemein wichtig für ein optimales Geschmacks- und Dampferlebnis! Diese Watt/Volt/Ohm-Tabellen sind bei Selbstwicklern irgendwie „für'n Hugo (meine Meinung). Meine Empfehlung lautet daher: experimentieren, probieren und langsam herantasten. Halte Dich an die Anleitung für eine korrekte Wicklung, befeuere dann zunächst auf niedriger Stufe (10 Watt oder so) und steigere Dich, bis Du Deinen „Sweet Spot“ gefunden hast. Es kokelt zwar nicht, schmeckt aber auch nicht?! Hm, das kann am Liquid liegen. Kann, muss aber nicht, denn auch eine sog. Freistrecke in der Wicklung führt dazu, dass sich ein unschöner Geschmack breit macht. Freistrecken entstehen, wenn Teile der Wicklung glühen aber nicht mit Liquid versorgt werden. Dann entferne die Watte, glühe die Wicklung auf und schaue, ob sie gleichmäßig von innen nach außen aufglüht. Wenn Du eine Unregelmäßigkeit siehst, arbeite die Wicklung nach oder erneuere sie. Wenn es eine lange Strecke von der Wendel zur Polschraube gibt, dann unterfüttere sie ein wenig mit Watte, dass sie nicht “dryburnt”.  Eigentlich alles prima aber der Flash haut Dich um und/oder es kratzt im Hals?! Das kann am Liquid (an der Basis) liegen. Teste mal ein anderes. Immer noch? Evtl. ist zu viel Nikotin im Liquid? Ausnahmslos alle Dampfer, die auf Selbstwickelverdampfer umsteigen, reduzieren drastisch den Nikotingehalt der Liquids. Das solltest Du auch probieren. Wenn es dann immer noch “zu heftig” ist, dann ist Deine Wicklung evtl. zu weit vom Luftloch entfernt. Je größer der Abstand desto stärker der Flash. Der Ohm-Wert schwankt?! Da stimmt etwas mit dem Kontakt nicht! Kontrolliere den Kontakt zwischen Akkuträger und Verdampfer. Ist dieser fest und sauber? Dann kontrolliere, ob der Draht fest eingebaut und die Polschrauben im Verdampfer festgezogen sind. Es könnte auch an Schmutz / Liquid zwischen Pol und 510er Gewinde Deines Verdampfers liegen. Drehe den Pluspol ganz heraus und reinige den Bereich.  Und was, wenn gar nix geht? Du hast Deinen Verdampfer auf den Akkuträger geschraubt und der zeigt Dir eine Fehlermeldung (welche auch immer)? NICHT feuern! Meist liegt es am nicht vorhandenen Kontakt zwischen Akkuträger und Verdampfer. Kein Problem! Die Kontakte (Polschrauben) am Verdampfer und/oder am Akkuträger sind verstellbar. Drehe den vom Verdampfer ein klein wenig heraus und versuche es dann erneut. Oder hat sich evtl. der Pluspol Deines Akkuträgers eingedrückt? Du kannst ihn mal vorsichtig mit einer Nadel / Büroklammer nach oben hebeln. Versuche NICHT, den Verdampfer möglichst fest auf den Akkuträger zu schrauben. Du kannst damit womöglich den Pluspol eindrücken oder beides so fest „zuknallen“, dass Du es nur noch unter Gewaltanwendung trennen kannst. Funktioniert der Akkuträger mit anderen Verdampfern? Sind die Akkus in Ordnung, voll aufgeladen und auf Deine Wicklung ausgelegt? Kontrolliere das und ziehe ggf. auch die Menü-Übersicht zu Deinem Akkuträger zu Rate. Überprüfe auch, wie viel Ohm Deine Wicklung hat. Wenn diese unterhalb des Wertes liegt, ab dem Dein (geregelter) Akkuträger arbeitet, zeigt er Dir auch eine Fehlermeldung.  Alles kontrolliert aber dennoch “Error”? Sollte Dein Akkuträger noch immer eine Fehlermeldung ausgeben (und Du bist 100% sicher, dass er Kontakt zum Verdampfer hat, selbst in Ordnung ist und und und): Immer noch NICHT feuern! Vielleicht hat oder erzeugt der Verdampfer einen Kurzschluss! Wenn Du feuerst, kann Dir das Deinen Akkuträger und/oder Akku ruinieren! Und gefährlich ist es obendrein! Schraube deshalb den Verdampfer herunter und setze ihn auf ein Ohmmeter. Zeigt er einen Kurzschluss an, weißt Du, dass Vorsicht geboten ist! Es gibt einige Ursachen, die einen Kurzschluss zur Folge haben: Ein unsauber abgeschnittener Draht, der die Verdampferkammer oder Base berührt, eine zu hoch liegende Wicklung, die die Verdampferkammer berührt, Edelstahlsiebe, die versehentlich Kontakt zu den Polschrauben haben, ein winziger Metallspan irgendwo, wo er nicht hingehört, eine schief eingesetzte Polschraube, die Kontakt zum 510er Gewinde hat oder oder oder. Einiges kannst Du selbst kontrollieren aber im Zweifelsfall frage lieber jemanden, der sich das Gerät einmal anguckt (und Ahnung hat), bevor Du da irgendwas dran “verschlimmbesserst”! Du kriegst Deinen Verdampfer nicht auseinander geschraubt?! Was täglich in den Medien gepredigt wird - “Gewalt ist keine Lösung!” - trifft auch auf unseren Verdampfer zu. Meist ist rohe Gewalt auch nicht nötig... allenfalls sanfte *g* Wenn Du vom Stress bereits schwitzige Hände hast, hast Du nicht genug “Grip”. Ziehe daher Gummihandschuhe über oder lege ein Einweckgummi um Deinen Verdampfer und versuche erneut, ihn aufzuschrauben. Geht das nicht, lege ihn ein paar Minuten ins Gefrierfach. Das bewirkt, dass sich das Material zusammenzieht. Nun sollte er sich aufschrauben lassen.  Erst, wenn sich dann noch immer nichts bewegt, kannst Du über Gewalt nachdenken! Nimm’ hierzu einen Lederlappen und lege ihn um den Verdampfer. Leder deshalb, weil es den Grip verbessert aber gleichzeitig verhindert, dass die nun zur Hilfe genommene Zange (z.B. eine Wasserpumpenzange) die Oberfläche beschädigt. Spätestens jetzt müsstest Du Deine Schraubverbindung aufdrehen können. Oder ist es der Verdampfer, der auf Deinem Akkuträger festsitzt?! Ist das der Fall, gehst Du genauso vor. Ein paar Minuten im Tiefkühler können auch einem geregelten Akkuträger nichts anhaben. Wenn Du Akkuträger und Verdampfer dann noch immer nicht trennen kannst, kannst Du noch versuchen, die Verbindung zu entlasten, indem Du - bei mechanischen Akkuträgern - die Polschraube von innen im Akkuträger herausdrehst. Tipp für die Zukunft: die O-Ringe sollten immer schön mit Liquid eingeschmiert sein. Die Gewinde sollten stets nur handfest und nicht à la Chuck Norris festgezogen werden. Wenn ein Akkuträger eine glatte Top Cap mit 510er Anschluss hat (ohne Rillen), dann ist es schnell passiert, dass Du Akkuträger und Verdampfer untrennbar miteinander verschraubst (einige sprechen dann von “verheiratet”). Tue Dir selbst einen Gefallen und schraube den Pluspol des Verdampfers ein ganz klein wenig heraus, damit ein klitzekleiner Spalt zwischen den Geräten bleibt und so ein “Festwachsen” verhindert.       Für den Moment fallen mir keine weiteren Probleme ein! Hast Du eines mit Deinem Verdampfer, was hier nicht aufgeführt ist? Schreib mir einfach eine Mail :-) ... nicht verzagen - Vaping Chrisch fragen, hehe