Copyright: Vaping Chrisch, www.vaping-chrisch.de Impressum Schief gewickelt? - Nicht mit mir!          “Stacking” Als “klassisches” Stacking wird das Betreiben eines mechanischen Akkuträgers mit zwei Akkus (in Reihe, nicht parallel) bezeichnet. Natürlich gibt es auch regelbare Akkuträger mit mehr als einem Akku drinnen. Und natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Akkus parallel zu schalten. Auf dieser Seite geht es aber um das “klassische” Stacking oder die Frage: “Wozu ist denn das Extrarohr oder Teleskop bei meinem Akkuträger gut?”  Zunächst stellt sich die Frage: was hab ich davon, 2 Akkus in meinen Akkuträger zu stecken? Doppelte Laufzeit? Nein! Bei 2 Akkus verdoppelt sich NICHT die Laufzeit (Dauer, bis leer)! Vielmehr ist es so, dass sich die Akkuspannung (wenn 1 voller Akku = 4,2 Volt) auf rund 8,4 Volt verdoppelt! Die Laufzeit ist zwar (auch) länger aber das hängt damit zusammen, dass bei einer passenden Wicklung weniger Strom aus dem Akku gezogen wird. Dampfen mit (weit) über 4,2 V kennst Du schon? Klar! In den heutzutage erhältlichen (regelbaren) Akkuträgern wird die Spannung / Leistung elektronisch geregelt und ggf. verstärkt. Vorbei die Zeiten, als bei regelbaren Akkuträgern 15-20 Watt das Ende der Fahnenstange bedeuteten. Heute sind Spannungen jenseits der Ladeschlussspannung eines Akkus (4,2 V) und Leistungen im 3-stelligen Wattbereich möglich und Du kannst das, was Dir ein mechanischer Akkuträger im gestackten Betrieb bietet, kinderleicht per Knopfdruck einstellen.  Bei einem mechanischen Akkuträger jedoch steuerst Du das allein über Deine Wicklung (unter Berücksichtigung der Akkuspannung -> max. 4,2 V (ggf. x2) und mit jedem Zug abnehmend). Ich hatte das Thema schon in den vorigen Seiten angeschnitten... Ohm’sches Gesetz... Du erinnerst Dich? Damit wäre auch geklärt, wieso niedrigohmige Wicklungen auf einem mechanischen Akkuträger besser performen, als höherohmige: die Spannung, mit der Du rechnen kannst, ist nun mal max. 4,2 V im Singlebetrieb und 8,4 V im Stacking. Wie ich darauf komme? Kleine Formel zwischendurch, um zu errechnen, wieviel Watt da an Deiner Wicklung anliegen (bei mechanischem Akkuträger mit 1 randvollen Akku): (U²):R=P also Akkuspannung (Volt) “hoch 2” : Widerstand (Ohm) = Leistung (Watt) heißt bei einer 1,8 Ohm Wicklung z.B. 9,8 W - das ist nicht soooo viel für einen Selbstwickler... zumal bei sinkendem Ladestand auch die Leistung weiter abnimmt. Wollen wir nun eine Hochohmwicklung mit geschmackigen 2,5 Ohm dampfen, kämen wir bei einem (!) Akku im mech. Akkuträger auf schmale 7,06 Watt - das gibt ein laues Lüftchen... wenn überhaupt. Deshalb stacken: 2 Akkus = doppelte Spannung! Da kommen wir rechnerisch (siehe Formel oben) auf 28,22 Watt. Passt! Kleiner Zwischentest: wenn Du schon rechnest, dann setze statt der 2,5 Ohm mal z.B. 0,5 Ohm ein - damit hast Du Dir die Frage, wie Du im Stacking wickeln solltest (Subohm ja oder nein), wohl selbst beantwortet? Weiter im Text: Ein weiterer Vorteil beim Stacking ist die Schonung der Akkus, weil weit weniger Strom fließt als bei einer Subohmwicklung. Du erinnerst Dich? Es wird immer gepredigt, dass der Amperewert zur Wicklung passen muss.  Rechnen wir mal: U : R = I also Akkuspannung (Volt) : Widerstand (Ohm) = Entladestrom (Ampere) hieße bei einer sportlichen 0,5-Ohm-Wicklung auf mech. Akkuträger 8,4 A und heißt bei unserer 2,5-Ohm-Wicklung im Stacking nur noch 3,36 A   Liest sich toll, oder? Aber es gilt, einige Regeln einzuhalten! Die Belastung zweier Akkus in Reihe ist höher als im Einzelbetrieb, weil - einfach ausgedrückt - der Strom des unteren auch noch durch den oberen hindurch zum Verdampfer fließt und diesen dadurch mehr belastet! Es ist daher anzuraten, zwei wirklich identische Akkus fürs Stacking zu verwenden. Um sicher zu gehen, dass es keinen schwächeren / älteren / defekten Akku gibt, der durch einen stärkeren zu sehr belastet wird! Wenn die Akkus im Singlebetrieb rund 300 Ladezyklen (Herstellerangabe) machen, nutze sie im Stacking 150 Zyklen bzw. kürzer, wenn Du merkst, dass die Leistung nachlässt. Du kannst dann (und erst dann!) die Paare trennen und noch weiter im Singlebetrieb nutzen.    Hier deshalb die wichtigsten Stacking-Regeln: - Kaufe neue Akku-Paare und nutze NICHT Akkus, die schon   einmal anderweitig benutzt wurden - stets identische Akkus (gleicher Hersteller, gleicher Artikel)   verwenden - Benutze diese Paare stets zusammen (am besten beschriften) - Trenne die Paare nicht (NIEMALS! Auch nicht “nur mal kurz, weil gerade ein Single-Akku leer ist”) - lade die Paare stets zusammen und immer ganz voll - tausche nach jedem Ladezyklus den untersten nach oben (damit sie sich gleichmäßig abnutzen) - nutze die Akkus stets nur, wenn sie den gleichen Ladestand besitzen (was bei Einhalten der Regeln der Fall ist)