Copyright: Vaping Chrisch, www.vaping-chrisch.de Impressum Schief gewickelt? - Nicht mit mir!          “Mischen possible” Wer mit dem Selbstwickeln angefangen hat, merkt bald, dass der Liquidverbrauch ungeahnte Höhen erreicht und / oder dass die fertigen Liquids teilweise „zu intensiv“ sind. Was ist zu tun? Klar! Wir planen, unsere Liquids zukünftig selber zu mischen! Klingt kompliziert? Ist es nicht! Du musst lediglich darauf achten, dass Du stets nur an Vollmond mischst, die Pulle mit dem fertigen Liquid in der rechten Hand hältst und nur mit weißem (keinesfalls mit einem andersfarbigen) Nachthemd bekleidet um den Obstbaum tanzt, während Du (magische Formeln murmelnd) die Flasche rhythmisch (!) schüttelst... *lol* Spaß beiseite! Tatsächlich verkomplizieren manche das Thema „Selbstmischen“ unnötig. Erzählen was von „Joghurtbereiter“ für die „Reifung“, „Magnetrührern“, „Schutzkleidung“ etc. Jedoch brauchst Du – für den Anfang und wenn Du NICHT beabsichtigst, gewerblich zu mischen – lediglich gebrauchsfertige Basis, Aroma, 1ml-Spritzen mit Kanülen, eine 25ml-Spritze, 1 Messbecher und eine Flasche für das fertige Liquid. Gebrauchsfertige Basis gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung sowie mit oder ohne Nikotin. Der Einfachheit halber nimm' die Zusammensetzung und die Nikotinstärke, die Du üblicherweise benutzt und noch ein paar ml gleicher Basis ohne Nikotin (zum Verdünnen). Natürlich kannst Du auch die Grundsubstanzen einzeln kaufen (VG, PG, reinstes Wasser und hochdosierte Nikotin-Basis zum „Runtermischen auf Deine Stärke“) aber das macht die Sache am Anfang nur unnötig kompliziert. Was ist drin in den Basen?  - PG (Propylenglykol) ist der Geschmacksträger - VG (Vegetables Glyzerin) ist der Dampfmacher - Wasser dient der Verdünnung Die gängigsten Zusammensetzungen sind: Traditionale (55% PG, 35% VG, 10% Wasser) gut in Fertigverdampfern, da recht flüssig VPG (50% PG, 50% VG) optimal für Selbstwickler aber recht dickflüssig 80/20 (80% VG, 20% Wasser) macht viel Dampf aber schluckt auch viel Aroma Aroma gibt es von unterschiedlichen Herstellern und in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen. Soooo viel, dass Du NICHT fragen musst, ob Du auch „Dr.Backfrisch's Kuchenaroma“ oder „Deinen Lieblings-Prosecco“ zum Mischen nehmen kannst. Lass' es! Dampf-Aromen dürfen keine Öle / Fette und keinen Zucker enthalten (und tun sie auch nicht). Übrigens: Einige Aromen sind dafür bekannt, dass sie Kunststofftanks zerstören. Benutze bei Aromen, bei denen Du unsicher bist oder die als „Tankkiller“ gelten, Glas- oder Edelstahltanks. Um einige zu nennen: alle Zitrusfrüchte, Apfel (insbes. Doppelapfel), Eisbonbon, Cola und Lakritze. Spritzen Bekommst Du kostengünstig in der Apotheke. Messbecher Mopst Du Dir aus der Küche Flaschen Nimmst Du für den Anfang einfach die alten Liquidflaschen … und los geht’s Zunächst schaust Du auf dem Aroma (oder in der entsprechenden Artikelbeschreibung im Internet) auf die Dosierung. Findest Du nichts, Frag Tante Google und Du erhältst zu jedem Aroma (fein säuberlich sortiert nach Hersteller) Dosierungsempfehlungen. Beachte dabei, dass einige Hersteller gern etwas hoch greifen, was die Dosierung betrifft und ebenfalls, dass sich die Aromen in den verschiedenen Basen unterschiedlich entfalten. Im Zweifelsfalle starte bei allen, die über 10% empfehlen mit 9% und bei allen, die um 3-5% empfehlen mit 2-3%. Also lieber eine niedrigere Dosierung als angegeben und ggf. „nach- aromatisieren“  Beispiel: Nehmen wir an, da steht „12%“ Dann gehen wir mal von 10% aus. Nimm' nun Deine Nadelflasche und entferne die Spitze. Fülle zunächst 8 ml Basis hinein und tue 0,8 ml von Deinem Aroma dazu. Gut schütteln. Fertig! SO einfach ist das! Wieso nur 8 ml? Na, weil die Flasche nicht so groß ist! Stell' Dir vor, Du musst Basis oder Aroma nachfüllen, weil Dir die Mischung nicht zusagt aber Deine Flasche ist bereits voll?! Ach ja: Bei den Rezepten ist nie so ganz klar, ob der Mischer „100% + Aroma“ oder „X + Aroma = 100%“ meint. Ich bevorzuge die erste Formel, weil sie sich am einfachsten rechnen lässt. Wenns mir zu intensiv ist, kann ich ja noch ein paar Tropfen Basis nachkippen aber meist kommt das schon gut hin so ^^ Nicht vergessen: schreib' Dir auf, wie viel von welchem Aroma Du in Deine Basis gefüllt hast, damit Du eine gelungene Mischung jederzeit genauso nachmischen kannst. Die Flasche zu beschriften macht auch Sinn – im Idealfall mit Nikotinangabe und Datum. Frage: Müssen Aromen reifen? Klare Antwort: Jein! Je besser Du Basis und Aroma zuvor gemischt hast, desto schneller ist Dein fertiges Liquid genießbar. Viele Liquids schmecken sofort nach der Herstellung. Jedoch gerade vanillige Sorten und Tabakaromen sollten einige Tage (auch Wochen *staun*) stehen, um sich zu entfalten. Ein warmes Plätzchen schadet nicht. Gleiches gilt für sehr hoch konzentrierte Aromen (erkennst Du an der geringen Zugabe zur Basis). Manche Fruchtaromen wollte ich schon wegkippen, weil sie wie Nagellackentferner gerochen haben. Hab sie dann „vergessen“, zufällig beim Aussortieren wiedergefunden, rein interessehalber mal dran gerochen und – oh Wunder – mir stieg ein ganzer Obstkorb feinster Aromen in die Nase...  Um es kurz zu machen: Liquids selbst zu mischen, ist am Anfang kinderleicht. Weil Du ja gebrauchsfertige Basis benutzen kannst. Wenn Du nun hergehst und z.B. Basis mit sehr viel Nikotin kaufst, um diese mit Basis ohne Nikotin zu verdünnnen / auf Deine Stärke runterzu- mischen oooder Du kaufst die einzelnen Bestandteile “lose” (PG, VG) und kreierst Deine eigene Mischung, dann wird es kompliziert(er). Aber auch dafür gibt es Mischungsrechner im Internet (und als App fürs Smartphone) ;-) Noch eines zur Sicherheit - solltest Du auf die Idee kommen, mit hochdosierten Nikotin-Basen zu hantieren: Nikotin wird auch über die Haut vom Körper aufgenommen (sonst hätten Nikotinpflaster ja auch keinen Sinn). Je höher der Nikotingehalt, desto eher empfielt es sich, geeignete Handschuhe zu tragen! Geeignet deshalb, weil Nikotin durch herkömmliche Latex-Handschuhe durchgeht! Dass Basen und Liquids von Kindern ferngehalten werden und nicht in Flaschen aufbewahrt werden sollen, die zu Verwechslungen führen können (z.B. in Lebensmittel- Behältnissen), versteht sich hoffentlich von selbst!