Copyright: Vaping Chrisch, www.vaping-chrisch.de Impressum Schief gewickelt? - Nicht mit mir!          geregelt oder mechanisch? Korrekt müsste es hier heißen: geregelt, regelbar, ungeregelt oder mechanisch? Hm, ich frage mich gerade, ob und wann ein Akkuträger „männlich“ ist. Man sagt ja DER Akkuträger aber DIE Provari, DIE Vamo, DIE Zmax (oder sagt man da „der“? *oops*)... Dann wiederum DER Skarabäus, DER The Eye (DAS Auge halt *lol*)... äh... hm... DAS? Das Dampfding? Toll, ich dachte, ich kenne mich mit Dampfgeräten aus aber scheitere an sowas :-( Egal... weiter im Text! Geregelt Wenn ich einen geregelten Akkuträger nennen soll, fällt mir spontan nur die Coolfire 1 von Innokin ein. Die ist nämlich weder ungeregelt noch regelbar, besitzt aber Elektronik (welche die Leistung regelt), so dass sie auch nicht mechanisch ist. Da bleibt halt (nach dem Ausschluss- verfahren) nur „geregelt“, oder? Die Coolfire 1 bringt 8,5 Watt Leistung. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Knöpfchen, was über den Feuerknopf hinaus noch dran wäre, kein Display aber auch keine Möglichkeit, ihr das eine oder andere Watt mehr zu entlocken. Deine Starterdampfe ist/war vermutlich auch ein geregelter Akku!?  Regelbar Die Geräte, die gemeinhin als „geregelt“ bezeichnet werden, sind eigentlich „regelbar“. Vermutlich nennt man sie „geregelt“, weil dieser Begriff sich geprägt hat, bevor irgendjemand irgendwelche Zwischendinger auf den Markt gebracht hat?! Ich nenne sie übrigens auch „geregelt“ (auch, wenn das eigentlich nur die halbe Wahrheit ist). Weil damit jeder weiß, was gemeint ist ^^ Wichtig ist: Du kannst entweder die Leistung (Watt) oder die Spannung (Volt) oder beides einstellen und so den Akkuträger an Deine Bedürfnisse / an Deinen Verdampfer anpassen. Abkürzungen wie VV (Variable Volt), VW (Variable Watt) und VV/VW (Variable Volt und Watt) geben an, was Du an dem jeweiligen Gerät einstellen kannst. Die Technik bei diesen regelbaren / geregelten Akkuträgern geht immer weiter, die eingesetzten Chips und der Aufbau der Geräte erlauben Spitzenleistungen bis weit über 100 Watt und können Wicklungen unter 0,5 Ohm befeuern. Ob man das braucht, ist Ansichtssache. Vorteil: Das Dampfen mit regelbaren Akkuträgern ist für Mensch und Maschine recht sicher, weil stets einiges an Sicherheitselektronik verbaut ist: Verpolungsschutz, Überhitzungsschutz, Schutz vor Tiefenentladung des Akkus, Schutz vor unbeabsichtigtem Dauerfeuer, falschem Akku etc. Für Technikbegeisterte gibt es zudem große Displays, mini USB Anschlüsse zum Laden und um Updates aufzuspielen und die Möglichkeit, sich jede Menge Infos anzeigen zu lassen (Temperatur, Anzahl der Züge, Ladestand des Akkus usw.). Nachteil: wo viel Technik ist, kann auch viel kaputt gehen :-( Das Minimum, was ein regelbarer Akkuträger anzeigen sollte, ist: Ein/Aus, Watt- und/oder Volt, Widerstand des Verdampfers (Ohm) und irgendeine Form der Fehlermeldung. Beim Kauf solltest Du darauf achten, ab welchem Verdampfer-Widerstand das Gerät arbeitet. Wenn es unter 1,4 Ohm zum Beispiel nicht feuert, musst Du mit Deiner Wicklung „für ewige Zeiten“ über diesem Wert bleiben.  Ungeregelt Ein Akkuträger in meiner Sammlung wird vom Hersteller mit „ungeregelt“ betitelt. Der hat „zu viel Elektronik“, um sich „mechanisch“ nennen zu dürfen aber er besitzt keine Einstellungs- möglichkeiten - ist also nicht „regelbar“. Auf eine bestimmte Leistung „geregelt“ ist er aber auch nicht. Ergo passt das mit dem „Ungeregelt“ schon ganz gut. Es handelt sich übrigens um den Skarabäus von Smokerstore ;-) Mechanisch Ein mechanischer Akkuträger ist quasi ein Rohr mit Cap + Polschraube oben, Cap + Polschraube unten, einer Aufnahme für den Verdampfer und irgendeiner Art Taster. Entweder besitzt er einen sog. Popotaster (Feuertaster unten) oder einen Seitentaster. Und das war es im Groben auch schon. Wie nun der „Saft“ aus dem Akku an den Verdampfer kommt, regelt keine Elektronik sondern einzig und allein das Ohm'sche Gesetz und der Feuertaster, mit dem Du den Stromkreis schließt. Vorteil: Du musst Dich nicht stundenlang durch ein umfangreiches Menü quälen und durch Versuch und Irrtum nach der ultimativen Einstellung für Dein persönliches Dampferlebnis suchen. (für manche ein) Nachteil: spätestens jetzt musst Du wissen, was es mit dem Ohm'schen Gesetz auf sich hat. Denn mit einem mechanischen Akkuträger steuerst Du allein über Deine Wicklung, welche Leistung der Akku herausgibt und musst selbst darauf achten, dass dieser der richtige für Deine Wicklung ist (Ampere) und stets genug Spannung (Volt) hat, um seine Aufgabe zu meistern. Da schaltet auch nix ab, wenn Du versehentlich zu niederohmig gewickelt hast. Alles über 0,01 Ohm wird befeuert – ob Du willst oder nicht. Und nirgends wird Dir angezeigt, wie viel Ohm Deine Wicklung hat, ob Dein Akku diesen geringen Widerstand womöglich nicht (lange) aushält oder Du gerade dabei bist, ihn tiefenzuentladen! Kurz und knapp: Das ist als Warnung zu verstehen! Stichwort Entgasungslöcher Eines haben alle Akkuträger gemeinsam (oder sollten sie haben): die Möglichkeit der Entgasung. Sollte der Akku ausgasen, muss der Druck irgendwo hin. Manche regeln das über den seitlichen Taster, manche über den Popotaster und manche schlicht und ergreifend über Löcher in der Tube oder im Akkudeckel. Sind keine Entgasungsmöglichkeiten vorhanden, ist das eine höchst gefährliche Angelegenheit! Aber nicht alles, was Du nicht siehst, ist auch nicht da! Puste mal von oben in den Akkuträger (ggf. musst Du vorher die Top Cap abschrauben). Geht Luft durch, hat er eine Entgasungsmöglichkeit. Geht keine Luft durch, fahre zu dem hin, der Dir den Knüppel verkauft hat und hau' ihm das Teil um die Ohren! Aber kräftig! Stichtwort Voltage Drop Als Voltage Drop bezeichnet man unter Dampfern den Spannungsabfall bei mechanischen Akkuträgern. Das heißt – vereinfacht ausgedrückt – es kommt weniger Spannung (Volt) am Verdampfer an, als der Akku „raushaut“. Bemerkbar macht sich ein hoher Voltage Drop dadurch, dass trotz vollem Akku und perfekter Wicklung nur ein laues Lüftchen aus Deiner Dampfe kommt oder der Akku schon nach sehr kurzer Zeit leer ist / zu sein scheint. Messbar ist dies natürlich auch! Und zwar mit einem Voltmeter. Spannungsabfälle entstehen durch Widerstände. Es gibt erwünschte Widerstände (unser Verdampfer mit soundsoviel Ohm Widerstand ist ja erwünscht ^^), unerwünschte aber nicht zu verhindernde Widerstände und unerwünschte aber auf ein Minimum reduzierbare Widerstände. Der Akku selbst hat zum Beispiel sowohl einen Kontakt- als auch einen Innenwiderstand. Ziemlich unerwünscht aber da können wir Dampfer leider nix dran ändern. Wo wir was ändern können (indem wir beim Kauf darauf achten), ist am unerwünscht hohen Widerstand des Akkuträgers selbst. Dieser wird hervorgerufen durch z.B. viele Gewinde, unsaubere Verarbeitung, Oxidation, Schmutz, schlecht leitende Materialien. Deshalb zeichnen sich gerade High End Geräte durch einen sehr geringen Voltage Drop aus. Weil die Hersteller auf sorgfältige Verarbeitung, gut leitende und wenig oxidierende Materialien sowie Kontakte mit möglichst solider Auflagefläche achten. Wenn Du einen Akkuträger mit hohem Spannungsabfall hast, kannst Du daran nicht mal eben was ändern. Was Du aber tun kannst, um den Voltage Drop nicht noch weiter zu erhöhen: achte peinlich darauf, dass Dein Akkuträger (innen) sowie die Gewinde sauber und die Kontakte frei von Abbrand und Schmutz sind.