Copyright: Vaping Chrisch, www.vaping-chrisch.de Impressum Schief gewickelt? - Nicht mit mir!        “Dampfakkus” Als ich den ersten Akkuträger mein Eigen nennen durfte, hab ich mich gefragt: “Toll, und welche Akkus nehme ich jetzt? Lithium-Ionen-Akkus - soviel ist klar! Was noch?” Diese Frage lese ich täglich in den Netzwerken und Foren. Scheinbar gibt’s hier noch Erklärungsbedarf?! Zunächst: Die Dampfakkus sind zwar alle schön bunt, ihre Auswahl sollte aber NICHT an der Farbe des Nagellackes festgemacht werden! Nicht jeder Akku eignet sich für uns Dampfer! Wenn Du hergehst und den Akku aus Deiner Fernbedienung in den Akkuträger stopfst, passt nichts, dampft nichts und im Idealfall passiert auch nichts schlimmes. Aber da es mit den Idealfällen immer so eine Sache ist, weise ich hier ausdrücklich darauf hin, dass nur jene Akkus zu verwenden sind, die für Dampfgeräte geeignet sind! Was zählt, sind: Größe (Dicke und Länge) ... und die Größe ist doch entscheidend ;-) Ausführung (mit oder ohne “Nuppel”) Kapazität (mAh) Spannung (V) Entladestrom (A) Sicherheit (welche Chemie und mit oder ohne Protection) Marke      Nun beginnt der Spagat! Welchen Akku nimmst Du denn nun? Zunächst musst Du die richtige Größe und Ausführung ermitteln. Wenn Du unsicher bist, welcher Akku das in Deinem Fall wäre, dann schau, was der Hersteller des Akkuträgers empfiehlt! Wenn Du das schon mal weißt, musst Du gucken, ob Du für Deinen Akkuträger geschützte oder ungeschützte Zellen nehmen musst. Wenn ungeschützte, dann sollten es unbedingt sog. IMR-Akkus sein! Weil die IMR-Chemie in sich stabiler und leistungsfähiger ist, als ICR. Also: entweder geschützte ICR oder ungeschützte IMR. Nun musst Du gucken, was Dir wichtiger ist: hohe Kapazität oder “viel Power”. Beim geregelten Dampfen und beim Einsatz von Wicklungen mit höherem Widerstand (Ohm), macht es Sinn, auf Durchhaltevermögen statt auf Power zu setzten. Beides geht nicht (bei manchen Herstellern scheinbar schon aber man darf nicht alles glauben, was so auf Akkus steht :-( ). Also: viel mAh aber (gezwungenermaßen dann) wenig A. Bei ungeregelten, mechanischen Akkuträgern sowie Boxen, die extrem hohe Leistungen (30, 50 und mehr Watt) raushauen, solltest Du auf einen hohen Ampere-Wert achten. Wieso? Solch leistugsstarke Akkuträger benutzt man ja nicht, um ewig Wicklungen mit über 1 Ohm zu dampfen?! Du kannst und solltest errechnen, wieviel Entladestrom Du für Deine Wicklung brauchst. Bei mechanischen Akkuträgern rechnest Du: I = U : R (Strom A = Spannung V : Widerstand Ohm). Heißt, wenn Du auf 0,5 Ohm gewickelt hast, Dein Akku eine Spannung von 4,2 Volt besitzt, muss er mind. 8,4 A Entladestrom stemmen können. Plus Sicherheit heißt das: 10 A! Bei regelbaren Akkuträgern verhält sich das etwas anders - weil sich aus einer fest eingestellten Leistung eine variable Stromstärke ergibt! Heißt: je leerer der Akku, desto höher wird die Stromstärke! Hier rechnest Du I = P : U und kommst bei einem “schon recht leeren Akku” mit z.B. 3,2 V, Deiner 0,5 Ohm-Wicklung, die Du mit 35 Watt befeuerst (das ist die max. Leistung eines mechanischen Akkuträgers mit randvollen Akkus und einer 0,5 Ohm Wicklung) auf 10,94 A Damit sind die Zellen, die Du in Deine Starter-Dampfe gesteckt hast, evtl. aus dem Rennen! Achte unbedingt darauf! Menge Text, was? Hätte die Chrisch nicht einfach eine Liste machen können? Mit den verschie- denen Akkuträgern und entsprechenden Akkus, die man für die Geräte benutzen kann? Klar hätte die Chrisch das machen können... aber erstens ist das Leben kein Wunschkonzert, zweitens sehe ich ja von hier nicht, welche Wicklung Du mit Deinem Akkuträger/Akku zu befeuern gedenkst und drittens sollst Du ja das WARUM begreifen! Damit DU anhand eines Akkus entscheiden kannst, ob der für Dich taugt oder nicht! Stell’ Dir vor, Dein Akku geht kaputt und jemand drückt Dir einen beliebigen Ersatz in die Hand, von dem er glaubt, dass der evtuell (vielleicht, möglicherweise oder auch nicht) für Deine Dampfe geht... das kann mächtig nach hinten losgehen! Berechtigte Frage: Reicht es denn nicht, nur den Peak Wert (Pulslast) beim Dampfen zu berücksichtigen? Wenn man doch eh stets weit weniger als 60 Sekunden am Stück feuert, ist das kurzzeitige Überschreiten der angegebenen Dauerlast doch theoretisch völlig uninteressant!? Stimmt eigentlich... aber tatsächlich möchte ICH da kein Risiko eingehen. Immerhin könnte man ja auch mal einen Akku aus einer etwas weniger leistungsfähigen Charge erwischen, einen Her- steller haben, der bei den Angaben gern etwas flunkert und/oder ein versehentliches Dauerfeuer des Akkuträgers verursachen. Daher: Safety first! Halte Dich an die Dauerlast! So dampft es sich eh viel entspannter!  Noch was zum “Händling”: (ich) kaufe meine Akkus stets passend zum Akkuträger, (ich) achte darauf, dass der Entladestrom (A) hoch genug ist für meine Wicklung (ich) kaufe ausschließlich Markenakkus und diese im Fachhandel, (ich) benutze niemals von anderen gebrauchte Zellen (wer weiß, was die durchgemacht haben), (ich) benutze erst recht keine beschädigten Zellen oder welche, die mal tiefenentladen wurden, (ich) lade sie stets voll auf, (ich) entlade sie nie unter 3 V (meist wechsle ich bei 3,4 V rum) und (ich) sortiere sie aus, wenn sie nicht mehr die volle Leistung bringen. (ich) nutze nur Marken-Ladegeräte mit Überladungsschutz, Ladestandsanzeige etc. (ich) setze Akkus weder starker Hitze noch Kälte aus (Wenns doch passiert ist: entsorgen!) (ich) entsorge Akkus, die heiß werden, pfeifen und/oder komisch riechen SOFORT Welche Punkte Du (!) davon beherzigst, kann ich nicht lenken. Aber ich empfehle Dir, es genauso zu handhaben. Ach ja! Eigentlich wollte ich Links zu interessanten Seiten / weiterführenden Informationen ja aus- schließlich in der Rubrik “Links” veröffentlichen. Aber dieser Artikel von Mountain Prophet ist so lesenswert, dass ich ihn hier direkt verlinke: Das schauen wir uns genauer an: Die Größe Anhand der Bezeichnung (z.B. 18350, 26650, 14500 oder so) kannst Du den Durchmesser und die Länge des Akkus erkennen: die ersten beiden Ziffern sind der Durchmesser der Zelle (hier 18, 26 oder 14 mm). Die letzten Ziffern geben Auskunft über die Länge (hier 35, 65 oder 50 mm). Die gängigste Größe ist wohl der 18650er: 18 mm Durchmesser, 65 mm lang. Ausführung Akkus gibt es mit erhöhtem oder mit flachem Pluspol (beim erhöhten ist dann ein “Nuppel”, ein kleiner Knopf, auf dem Pluspol). Da den richtigen zu nehmen, ist sehr wichtig. Zum einen kann es sein, dass Dein Akku längenmäßig sonst nicht in Deinen Akkuträger passt und zum anderen (und das ist sehr sehr wichtig) dient der Nuppel bei vielen Akkuträgern als Verpolungsschutz. Damit nix passiert, wenn Du ihn verkehrt herum einsetzt! Kapazität Die Kapazität wird in mAh (Milliamperestunden) angegeben und gibt Dir einen groben Anhalts- punkt, ob Du mit der Zelle lange oder weniger lange dampfen kannst. Die sog. “entnehmbare Ladung” zeigt Dir also, wieviel Strom der Zelle pro Stunde Dampferei entnommen wird. Das heißt, ein Akku mit z.B. 2500 mAh liefert 1 Stunde lang 2500 mA (oder halt 2 Stunden lang 1250 mA).  Spannung Die Nennspannung des Akkus wird in Volt (V) angegeben - z.B. 3,7 V. Das heißt, dass die Zelle im Mittel 3,7 V Spannung besitzt! Die Ladeschlussspannung beträgt meist 4,2V, d.h. diesen Wert sollte Dein Ladegerät anzeigen, wenn der Akku voll ist. Tut es das nicht, ist entweder das Lade- gerät oder der Akku defekt. Wenn 3,7 V der Mittelwert ist und 4,2 V der vollgeladene Akku besitzt, gilt der Akku bei einer Spannung von 3,2 V als leer. Wird er noch weiter entladen (was möglich ist), kann er irreparablen Schaden nehmen. Man spricht dann von “Tiefenentladung”. Entladestrom Die “Zahl mit dem A dahinter” (z.B. 20A) sagt aus, dass die Zelle (in diesem Falle) mit max. 20 Ampere “dauerhaft” entladen werden kann. So viel? Bei dieser Angabe sind sich die Akkuhersteller etwas uneins... Bei den meisten Herstellern ist dieser Wert zwar korrekterweise als “unter Dauerlast” zu verstehen (also “feuern bis Akku leer”), bei mindestens einem anderen Hersteller ist dies jedoch der Entladestrom unter Impulslast (Spitzenwert, den der Akku 60-75 Sek. lang aushält, ohne dass großartig was passiert). Grund genug also, diese Angabe auf dem Akku kritisch zu beäugen! Du solltest bei der Auswahl des Akkus auf Nummer sicher gehen, Dir im Zweifelsfall auch mal ein Datenblatt zu dem ausgesuchten Akku durchlesen und lieber ein paar Ampere Sicherheit einplanen! Näheres dazu weiter unten. Sicherheit Unsere Dampfakkus arbeiten mit unterschiedlichen Chemiekalien. ICR, IMR und INR z.B. geben darüber Auskunft, welche Akkuchemie die Zelle inne hat. Protected bzw. Unprotectet sowie der Zusatz “PCB” sagen Dir, ob es sich um eine zusätzlich geschützte Zelle handelt. Marke Im Netz kursieren 2 Grundinformationen: “alles mit “Fire” im Namen taugt nix” und “mit Konions bis du immer gut bedient”. Najaaa - ist ja nicht so, dass es nur 2 Sorten Akkus gibt. Und ist auch nicht so, dass es nur DEN EINEN Sony Konion gibt. Achte einfach darauf, einen Marken-Akku zu nehmen und diesen im Fachhandel oder beim seriösen Händler zu kaufen. Empfehlenswert sind neben Sony-Zellen auch Akkus von Panasonic, LG, Efest etc.          Zum Öffnen auf das Bild klicken.